Gates of Dawn - Parasite

Gates of Dawn – Parasite (Review & Kritik)

Gates of Dawn - Parasite
Gates of Dawn - Parasite

Parasit, abgeleitet von Parasitismus im engeren Sinne, bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Auf den heutigen Menschen bezogen, ist es eine Allegorie in dessen Ausbeutung seiner eigenen Art und allen Lebens auf der Erde. Die Band Gates of Dawn hat sich dieses bedeutende Thema zur Vertonung vorgenommen und nimmt den Hörer mit auf eine faszinierende Reise aus nihilistischem Selbsthass und religiöser Erlösungsphantasie voller dunkler Verführung.

Gates of Dawn verbinden Elemente des klassischen Gothic -Rock mit elektronischen Klängen zu einem intensiv-dunklen Klangerlebnis. Genau dies ist der Band mit Ihrem zweiten Studioalbum Parasite mehr als gelungen.

Gleich nach dem Einlegen des Silberlings fällt einen die extrem düstere Stimme des Sängers auf, die durch die Sängerin wunderbar untermalt wird. Der erste Track, der den Album Namen Parasite trägt, zieht einen genau durch diese Stimmen in seinen Bann. Unterstützt wird diese Wirkung durch die Gitarrenriffs, die eine sehr dichte Atmosphäre schaffen. Chronos Requiem zieht einen langsam und fast schauderhaft tiefer und tiefer in den Bann. Erwartungsvoll laufen die ersten Sekunden des dritten Liedes ab und langsam offenbart sich der Song immer mehr. Der Hörer wird förmlich Begleiter des fast sekündlich wachsenden Songs.

Mit Heroin(e) wird den Hörer einen tanzbaren Song mit Ohrwurmcharakter geboten, der einem bei jedem Anhören besser gefällt. Nach ausklingen des wirklich guten Liedes folgen 2 eher durchschnittliche Songs, die vor allem am Anfang sehr viel potenzial haben, aber zum Bedauern nicht ausgeschöpft wurden.

Beim ersten Hören von Shadowplay musste ich sofort an Chronos Requiem denken. Shadowplay schafft durch den Klavierklang eine sehr traurige und fast schauderhafte Atmosphäre. Die Mischung aus den beiden grandios aufeinander abgestimmten Stimmen und der grandiosen Melodie wird dieser Song zum absoluten TopTitel und mein persönlicher Favorit dieser CD. Nach Ausklingen dieses Meisterwerkes kommen wir nun zu Fall. Fall wird mit einer sehr interessanten und zugleich erwartungsvollen Meldodie eingeleitet und die grandiose Stimme vom Sänger wieder zuschlägt. Dieser Song wird bestimmt den Weg zur einer Single-Auskopplung finden, denn dieser Track hat es mehr als verdient.

Nach 2 eher langweiligen Stücken, die auf Höhepunkte der letzten Songs vermissen lässt, wird das Ende mit When Heaven Falls eingeleitet. Dieser Song weiß wieder zu überzeugen und bringt den Hörer zum letzten Mal dazu, die Augen zu schließen und einfach der Musik zu lauschen.

clawwulf BerndFazit:

Mit Parasite ist Gates of Dawn ein wirklich gutes 2tes Album gelungen. Es zieht den Hörer von Anfang an in seinen Bann und lässt ihn erst auch nicht mehr los. Über die Reihenfolge der Titels lässt sich streiten. Um die Atmosphäre zu halten wäre sicherlich eine andere Reihenfolge besser gewesen. Leider sind die eher rockigen und tanzbaren Tracks nicht so gut geworden, wie die Ruhigen und Intensiven. Es fehlt ein wenig an Abwechslung und markanten Stellen. Nicht desto trotz ist es ein super Album geworden. Mir hat es richtig Spaß gemacht über das Album ein Review zu schreiben und kann es jeden nur empfehlen, der mit eher düsten Gothic-Rock was anfangen kann.

Trackliste:

  1. Parasite
  2. Resistant X
  3. Chronos Requiem
  4. Heroin(e)
  5. Revolution
  6. Beautiful Departing
  7. Shadowplay
  8. Flames
  9. Fall
  10. Terror and Seduction
  11. Dreamers of Decadence
  12. When Heaven falls

( 7,5 / 10 )
( 7,5 / 10 )

Anspieltipps:

– Parasite
– Chronos Requiem
– Heroin(e)
– Shadowplay
– Fall

    Erscheinungstermin:

    12/2008

    Gates of Dawn

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