Rezension: BirdPen – In The Company Of Imaginary Friends

Jeder, der schon ein oder zwei meiner Reviews gelesen hat, weiß, dass ich meine Musik gerne kategorisiere. BirdPens drittes und neuestes Album In The Company Of Imaginary Friends fällt unter die Kategorie ‚Das-höre-ich-mit-meinem-besten-Freund-unter-einem-Sommersternenhimmel‘.

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Dem britischen Duo Dave Pen (auch Gitarrist und Sänger bei Archive) und Mike Bird ist mit diesem Album wirklich etwas Großartiges gelungen: Elf Tracks und vierundfünfzig Minuten lang reine Seligkeit! Für mich jetzt schon das Alternative Album des Sommers!

Von der Thematik her ist In The Company Of Imaginary Friends ein bisschen schizophren. Gut, wer unsichtbare Freunde hat, kann auch nicht ganz dicht sein… im guten Sinne des  Wortes! Da gibt es Songs wie Like A Mountain, die von der Hingabe zu leben mit allen Aufs und Abs handeln, oder Lifeline, das ein Hoch auf die Kraft gebende Liebe ist.

Im Gegensatz dazu finden wir aber auch Lost it, ein Song, den Dave Pen nach dem Tod der Großmutter seiner Frau geschrieben hat, und  No Place Like Drone mit der Kriegs/Chaos/Tod-Thematik.

Die Kompositionen verfolgen auf keinen Fall ein Konzept und überraschen in ihrer Vielfältigkeit.

Into The Blacklight mit seiner Gitarrenlinie und den wabernden Keys hat definitv Einflüsse von Radiohead.

TCTTYA, ein Track, der von der Einweisung ins Irrenhaus und verbundenem Kontrollverlust handelt, spiegelt die Lyrics mit einem phantastisch reduzierten, hypnotischen, schon fast bedrohlich klingenden Sound wider. Drums und Keys, verbunden mit kargem Gesang – das ist alles, was es braucht!

Cell Song ist wie ein Gute-Nacht-Lied, ganz zerbrechliche Stimme und simple Melodie.

Equal Parts Hope And Dread reißt einen danach richtig aus der Trance mit seinem Industrial/Drum-and-Bass Sound.

Ich könnte weiter über dieses Album schreiben, aber ich mach etwas besseres. Ich rate Euch: ‚Kauft es, legt euch damit auf eine Wiese, hört es Euch an und träumt zu den Sternen hoch…‘

VÖ: 08.05.2015

Tracklist:

1 –  Like a Mountain

2 –  Somewhere

3 –  Into The Blacklight

4 –  T.C.T.T.Y.A

5 –  Lost it

6 –  Lake’s Demand for an Interlude

7 –  No Place Like Drone

8 –  Alive

9 –  Lifeline

10 – Cell Song

11 – Equal Parts Hope and Dread

About Betti Stewart

Sängerin... sometimes Komponistin...Lyric-Geschichten-und-Gedichte-Schreiberin... die beste Gitarristin, die nie Gitarre gespielt hat... Musik und Wörter sind meine Leidenschaft!

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