The Old Ones - The Raven (2004)

The Old Ones – The Raven (Review und Kritik)

The Old Ones - The Raven (2004)
The Old Ones - The Raven (2004)

In der Tschechischen Republik gibt es nicht nur billigen Fusel und ausgedehnte Radfahrwege sondern auch richtig gute Musiker. Während man rein musikalisch bei der Tschechischen Republik eher an Bedrich Smetana oder Antonin Dvorak (oder die zahlreichen Grindcore Bands) denkt, erreicht uns hier ein interessanter Gothic/Metal Hybrid mit prägnantem Gesang.



2002 gaben The Old Ones mit einer Promo-CD den Startschuss, und ab da folgten einige „Full Lenght“ Alben und Singles die sich (fast) ausschliesslich mit H.P. Lovecrafts Universum beschäftigen.

Der erste Track „The Old Ones“ beginnt schonmal ohrwurmlastig und erinnert mehr an straighten Heavy Metal. Dabei fällt dem Hörer auch der ausgesprochen einzigartige Gesang vom Sänger Black Pharao auf der sich irgendwie operesk, immer kraftvoll und mit viel Seele in der Stimme vom musikalischen Gewand abhebt.  Einige werden die Stimme sicher anders empfinden als ich, aber ich finde sie durchaus passend und stimmig.

„Nameless City“, seines Zeichens zweiter Song des Albums geht etwas ruhiger zu Werke und ist bestrebt wieder das Augenmerk auf den Gesang zu legen um dann wechselnd etwas wilder zu stampfen. Das ganze wird garniert durch die vielen sehr passenden und spielerisch einwandfreien Soli vom Gitarristen Željko Bartulovi?. Musikalisches Können beweisen The Old Ones an allen Ecken. Am Ende gibt es sogar einen (kleinen) Blast Beat.

Eine Ballade ist natürlich auch zu vermelden, hier kommt das schleppende „Funeral Song“ zum Zuge. Grade hier passt der Gesang am Besten und geht sehr unter die Haut. Die Stimme leidet, die Gitarren gehen mit wieder mal grossartigen Soli und tollen Riffs in den Kopf, verweilen dort ein wenig und setzen sich schlussendlich fest.

Bei „To Pan“ wird die Angelegenheit dann wieder im Wechsel schneller und wieder etwas schleppender. Dabei bietet dieser Song das geilste Solo der ganzen CD.

Akustischer, ruhiger und mit gedämpfter Stimme eröffnet sich der vorletzte Track „Eulalie“. Nur Gitarre und Stimme bilden hier eine schöne Stimmung. Leider geht die Stimme hier und da mal etwas in die Knie, was aber zu verschmerzen ist. Zwischen dem (Halb)Akustik/Gesang Duo drängt sich die verzerrte Gitarre dazwischen um Akzente zu setzen. Ein sehr starker Song.

Als Letztes erwartet uns „The Raven“, irre hierbei ist das Gekreische (Nein, kein Black Metal) welches zwischen dem Gesang hervorbricht. Anders als die anderen Songs welche H.P. Lovecrafts Geschichtenzyklus  entlehnt sind, geht es hier um Edgar Allan Poes bekanntestes Werk (…The Raven, für die dies nocht kapiert haben).


Johannes
Johannes

Fazit:

Mehr Heavy Metal als Gothic, aber trotzdem irgendwie einzigartig. Der Gesang wird der einen Hälfte gefallen, der anderen nicht. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich bin jedenfalls sehr begeistert vom dem was gesanglich und musikalisch abgeliefert wird. Auch die Thematik um H.P. Lovecraft bringt bei mir als grossen Fan einige Pluspunkte da sich nicht viele Bands ausschliesslich um sein Universum „kümmern“

Die Devise lautet mal wieder: Reinhören lohnt sich!



Tracklist:

  1. The Old Ones
  2. Nameless City
  3. Funeral Song
  4. To Pan
  5. Alone
  6. Eulalie
  7. The Raven




( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltips:
– The Old Ones
– Funeral Song
– To Pan
– Eulalie

Links:

The Old Ones (Myspace)

The Old Ones (9 Productions)

About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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