Untimely Demise - City Of Steel

Untimely Demise – City Of Steel (Review und Kritik)

Untimely Demise - City Of Steel

Und Preis für die Band mit dem verrücktesten Herkunftsort geht an… Untimely Demise!

Die kanadischen Thrasher aus Saskatoon in der Provinz Saskatchewan bestehen seit 2007 und geben nicht nur in ihrer Musik Vollgas: Nach nur 2 Jahren stand die Full Speed Metal EP, bevor diesen September nun ihr Album „City Of Steel“ in die Läden rauscht. Roh und wütig gibt sich nicht nur das Skelett mit der Tschapka auf dem Cover, auch die Band serviert Brett um Brett ins Gesicht. Doch aus welchem Holz ist diese Platte wirklich geschnitzt? Ein Blick auf die Jahresringe.

Untimely Demise machen den Tod zur Tugend und legen mit „Virtue in Death“ einen für Thrash Metal ungewohnt harmonischen Song vor, der gesanglich und solistisch einiges zu bieten hat. Teilweise erinnert der Stil der Band an Debauchery, vor allem Sänger und Leadgitarrist Matt Cuthbertson hat Ähnlichkeit mit dem Bloodgod. Außerdem besitzt Matt einen ausgeprägten Bedarf an Soli – in jedem Stück finden wir ein wenig Feinfingerarbeit von ihm. Diese ist, wenn man seinem Bandshirt und den eigenen Ohren trauen kann, von Alexi Laiho inspiriert.

Das klassische Ziegelwand-Foto

„Hunting Evil“ kommt eher schwächelnd daher, nahezu identische Intro-Passage und gleicher Rhythmus geben das Gefühl, der erste Song würde einfach weitergespielt. „City Of Steel“ kann dagegen als Anspieltipp überzeugen: Rhythmisch abwechslungsreich und mit klassischen, aber durchaus eigenständigen Melodieverläufen geht es hier zur Sache.

Mit „Unmaker“ glaubt man eine Ballade vor sich, doch nach ein wenig Gefiedel geht’s auch hier geradeaus weiter. „Forget Of Belief“ wartet mit einem sehr schönen Solo auf, das den Song ausnahmsweise nicht überlädt. Die beiden letzten Titel des Albums treiben den Full Speed Metal noch einmal auf die Spitze, bieten aber sonst wenig Neuerungen.

Fazit:

Ein Album, das voll auf die Zwölf und ab nach vorne geht. Hier wird sich nicht um Nachbearbeitungsschnickschnack, lange Intros oder Interludes gekümmert. Einzig die ausgiebigen Soli, die fast gleichberechtigt mit dem Gesang stehen, sind auf Dauer sehr nervig. ansonsten heißt die Devise: Das ist Thrash und hier geht’s ab! Mehr braucht man hierzu auch nicht zu sagen, Fans dieses Genres werden damit durchaus etwas anfangen können, denn die Jungs einen Hang zu fetzigen Intros, Power Metal-Riffings und Full Speed Metal auf die Pelzmütze.

Solide, aber ausbaufähig. Wir dürfen gespannt sein!

Tracklist:

1. Virtue In Death
2. Hunting Evil
3. City Of Steel
4. Unmaker
5. Forget Of Belief
6. Streets Of Vice
7. Bloodsoaked Mission

6,5 von 10

Erscheinungstermin:

13. September 2011

Anspieltipps:

City Of Steel; Forget Of Belief

Links:

MySpace der Band

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