With Full Force

With Full Force XVI 2009 Festival Bericht – Sommer, Sonne und Sonnenbrand

With Full Force
With Full Force

Sommer, Sonne und Sonnenbrand.

So ungefähr kann man sich das With Full Force XVI Festival 2009 vorstellen. Mit einer enormen Hitze und Sonne hatten die Fans des zweitgrößten Metal-Festivals in Deutschland zu kämpfen.

Und dennoch haben die Fans ausgiebig bei über 60 Bands wie Static-X, Soulfly, Hatebreed, Legion of the Damned, Dimmu Borgir und mehr gefeiert.

Nach Feiern war aber leider nicht jedem. So haben die Sanitäter sehr viele Besucher mit Hitzeschlag, Sonnenbränden und Insektenbissen und -stichen zu versorgen gehabt. Auch wir mussten leider das Festival-Handtuch werfen und nach einem Tag fahren, da einer unserer Mitarbeiter einen schweren Hitzeschlag abbekommen hat. Die aber wohl traurigste Nachricht ist der Tod einer jungen Frau, welche am Freitag Morgen leblos in ihrem Zelt aufgefunden worden ist.


Wenn wir von Festivals sprechen, dann erwartet man nicht nur großartiges von den Bands sondern vor allem von der Feier auf dem Camping-Platz und der Organisation drum herum. Und hier konnte der staubigste Acker schon die letzten Jahre Punkten und ist dem Ruf auch in diesem Jahr nachgekommen.


Wurstmeile
Wurstmeile

Geschäftsmann(frau)

Für die nötigen Geschäfte (Kacken) wurden, wie man es von den Festivals her kennt, sehr viele Dixi-Toiletten aufgestellt welche oft genug geleert worden sind. Für die anspruchsvolleren Besucher des Festivals gab es natürlich auch die Möglichkeit gegen eine kleine Gebühr eines der sauberen Toiletten und Duschhäusschen zu Benutzen. Für den Großteil der Meute war aber die Wurstmeile der bequemere Gang zum Pinkeln. So haben sich zu jederzeit etliche Personen an den Zäunen, die an Wegen für Autos, Wanderer und unfreiwillige Spanner grenzten, erleichtert.


Abkühlung gefälligst?

Ärgerlich waren nur die langen Schlange bei den Duschen, welche aufgrund der enormen Hitzen sehr oft beansprucht wurden. Die Anzahl kostenloser Waschmöglichkeiten wurden hier vermehrt bemängelt. Wer hier die Wartezeit nicht einplanen wollte hat es sich am Baggersee direkt neben dem Festival-Gelände bequem gemacht. Schon morgens ab 10 Uhr haben sich dort hunderte Besucher einer Abkühlung erfreut. Wenn auch nicht offiziell zum Festival zugehörig, so ist diese Möglichkeit der Abkühlung schon allein ein Pluspunkt für das With Full Force Festival.


Kurzer Weg, großer Spaß

Bequemes Campen beim Auto
Bequemes Campen beim Auto

Der Campground wusste durch seine lobenswerte Beschaffenheit zu überzeugen und konnte direkt mittels PKW erreicht werden – wo auch das Zelten neben dem Auto direkt möglich war. Der Zeltplatz liegt unmittelbar bei den Stages und Ständen und ist je nach Lage auf dem Zeltplatz innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Und wer früh gekommen ist, der konnte von seinem Platz aus die Bands begutachten.



Süßigkeiten-Stand
Süßigkeiten-Stand

Der Preis ist heiß

Einer der kritischsten Punkte eines jeden Festivals sind die Stände für Essen, Trinken und Merchandise. Stände für jeden Anlass gab es sowohl im Stage-Bereich, aber auch außerhalb dieser, so das man Abends und morgens, wo keine Bands spielten, weiterhin seinen Geldbeutel erleichtern konnte. Die Auswahl hier war enorm. Wer Hunger hatte konnte sich an den Ständen bei Döner, Pommes, Asiatisch, Pizza, Vegetarisch und anderen Nahrungsmitteln ernähren. Die Preise hier waren größten Teils in Ordnung und teilweise sogar sehr billig. Besonders überrascht hatte uns der Asiate, wessen Portion für 4€ auch den größten Hunger stillten und dazu noch exzellent geschmeckt hat. Aber auch die Getränkepreise waren, abgesehen vom Pfand, in Ordnung und es gab auch keine lange Wartezeiten. Aber auch Stände für Merchandise, CD’s, Piercings und anderes waren dort zu finden. Wer gerade keine Band zu sehen hatte, der konnte sich einer ausgiebigen Shoppingtour widmen.


Ob die Abkühlung durch eine Spritzpistole helfen konnte? (Da Alkohol drin war wohl weniger)
Ob diese Abkühlung helfen konnte? (Da Alkohol drin war wohl weniger)

Hitze oder doch schon die Hölle?

Der größte Negativpunkt war an diesem Wochenende wohl die Hitze. Die Sonne brannte mit über 35 °C auf die Besucher nieder und ließ fast keine Haut unverbrannt zurück. Hier ist wieder einmal die Organisation zu loben, welche vorher auf der Webseite und in Newslettern vermehrt auf Sonnencreme und anderen Schutzvorrichtungen hingewiesen hat.

So blieb jede Nacht ziemlich kurz, da die Sonne einen mit übelster Hitze um spätestens 8 Uhr weckte.  Hitzeschlag? Sonnenbrand? Genau diese Folgen der brennende Sonne, hatte der DRK an diesem Wochenden zu Haufe zu behandeln. So mussten fast im Akkord Sonnenbrände und sogar Hitzeschläge behandelt werden. Wie auch in den Jahren zuvor hat das Team hier beste Arbeit geleistet und war immer mit freundlichem Rat und Hilfe zur Stelle.

Aufgeheizte Party

Wenn auch das drückende Wetter viele Besucher in die Knie, den Stuhl mit Bier oder See getrieben hat, so war die Party groß und die Party-Wütigen nicht aufzuhalten. Wenn man auf dem Camping-Platz den Wegen entlang gegangen ist, so hatte man eine Menge seltsamer Mitmenschen getroffen die das With Full Force ausgiebig feierten. Eine Stimmung, die besser nicht sein konnte. So wurden auch diverse Kostüme und verkleidungen der Autos gesichtet um den Spaß einen drauf zu setzen. Von Personene in Armee-Outfit, die jeden um Passierscheinen baten über Borat-Verschnitten bis hin zu Hippie-Feen mit Alkohol-Spritz-Pistolen und Autos mit David-Hasselhoff-Fanatikern war alles auf dem Festival zu finden. Hier hatte der Spaß keine Grenzen und die Meute war am Feiern. Genau das ist eines der Punkte, die das With Full Force ausmachen.

Und die Party geht weiter

Die größte Party aber galt den Bands, welche dieses Jahr noch am meisten überzeugen konnte. Hier müssen wir uns vorerst vom Schwarze-News Team wegen der knappen Bericht-Erstattung und schlechten Bilder entschuldigen. Erst haben wir die Kamera 500km weiter im nördlichen Emsland vergessen und dann mussten wir das Festival aufgrund eines Hitzeschlags früher verlassen. Dennoch versuchen wir euch einen Eindruck von dem wiederzugeben, was die Bands dort am ersten Tag alles geleistet haben.


Wayne Static heizte die Menge ordentlich ein
Wayne Static heizte die Menge ordentlich ein

Static-X

Als erste Band, und persönlichen Headliner des Festivals, steuerten wir die Band Static-X an. Trotz der frühen Spielzeit und der unpassenden Zielgruppe haben Static-X erstaunlich viele Besucher gezogen. Ein durchkommen nach vorne, wie es bei Headlinern der Fall ist, war ziemlich schwierig. Anders als meine Befürchtungen waren, hatte man sich für eine super Setlist entschieden. Vom neuen Album „Cult of Static“ wurde nur wenig gespielt, was trotz des unspektakulären Albums überraschend gut überzeugen konnte. Viel Interessanter waren Songs wie „I’m with Stupid“, „Black and White“ und „Push It“ die von den Fans ausgiebig gefeiert wurden. Trotz einiger Technischer Schwierigkeiten und Mikrofon-Ausfällen haben Wayne Static und seine Mannen eine super Show abgeliefert. Zur optischen Verschönerung hatte man noch eine leicht bekleidete Dame im Hintergrund tanzen die während der Song-Pausen den Sänger auch ordentlich einheizte. Mit jebelgeschrei der Fans verließ die Band dann aber auch zügig die Bühne.

Legion of the Damned

Nach einem kleinen Zwischenspiel von DevilDriver ging es direkt mit Legion of the Damned weiter. Wesentlich weniger los als erwartet wurden die Fans ordentlich zum bangen animiert. In 2 Circle-Pits haben sich die Fans zu einer ordentlich ausgewählten Set-List aus bekannten Titeln wie „Bleed for me“ und anderen ausgepowert. Die Stimmung war großartig und das Publikum hat ordentlich mitgefeiert.

Carcass

Ähnlich wie bei Legion of the Damned war hier die Stimmung sehr gut. Den alten Fans wurde, bei Lieder wie Heartwork und anderen bekannten Songs, die Naken-Muskulatur stark beansprucht. In der ordentlich ausgewählten Set-List haben auch die hinteren Ränge ihre Nacken kreisen lassen. Wenn auch der Pit sich zurück gehalten hat, so war die Stimmung durchweg positiv.

Dimmu Borgir

Geteilter Meinung waren die Zuschauer bei Dimmu Borgir. Von den einen gehasst, werden sie von anderen vergöttert. In einer optisch ansprechenden Bühnenshow mit Feuer und Mystischen Klängen haben Dimmu Borig den Leuten aber ordentlich eingeheizt. Den Abschluss gab man sich dann mit dem Massen-Kracher „Progenies of The Great Apocalypse“, welcher soundtechnisch noch um einiges mächtiger wirkte wie die vorherigen Stücke. Von der Atmosphäre her konnte die Band auf jeden Fall sehr gut punkten.

Die Kassierer

Zeitgleich zu Dimmu Borgir spielten die Kassierer. In Black Metal typischer Ansage, die sich dann in eine Starwars Verarsche wandte, haben die Kassierer ihre Fans begrüßt (und zu späte Dimmu Borgir-Fans angelockt *hust*). Wer jetzt erst gekommen ist hatte wohl weniger Glück, denn die Massen die von der Band angelockt worden sind, waren enorm und ein Platz im riesen offenen Zelt vergriffen. In einer Brüllenden Hitze inklusive der zugehörigen Enge haben die Kassierer das Publikum aber mächtig eingeheizt. Statt der Festival-bekannten Mosh-Einlagen wurde gehüpft und statt niveauvoll zu Unterhalten sich ausgezogen (wo war Borat noch?). Wer seine Lachmuskeln durch diese Form der Unterhaltung noch nicht beansprucht hatte konnte sich spätestens bei Songs wie „Blumenkohl am Pillemann“ und „Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“ nicht mehr halten. Im gesamten wieder eine optimale Stimmung und eine nette Alternative zur Punk- und Metalmusik.

Soulfly

Als letzter Headliner an dem Abend, bevor es  zur Knüppelnacht ging, waren Soulfly aufgetreten. Auf dem With Full Force Festival nicht ganz unbekannt haben sie, wie auch die Jahre zuvor an denen sie da waren, eine Riesenmenge an Publikum vor die Bühnen gezogen. Wo man sich vorher noch hinsetzen konnte war nun eine feiernde Menge. Die Stimmung war wieder einmal auf dem Höhepunkt und Freunde des brasilianischen Trash-Metals konnten bei bekannten Songs wie „Seek ’n‘ Strike“, „Bleed“, „Pain“, „Back to the Primitive“ und anderen Krachern abfeiern. Wie man es von Max Cavelera und seinen Mannen gewohnt ist gab es auch wieder eine Instrumentale Einlage mit Brasilianischen Folk-Instrumenten. Diese Band, welche als Headliner optimal gewählt wurde, brachte nicht nur Fans der Musik zum mitfeiern sondern hatte auch alle anderen Zuschauer anstecken können. Ein wunderschöner Abschluss.

Fazit: Was man vom With Full Force erwartet hat wurde wie immer eingehalten. Die 16 Jahre Festival-Erfahrung machten sich wieder einmal bemerkbar, denn die Organisation, das Angebot und die Bands bescherten den Fans ein gelungenes und unvergessliches Festival-Wochenende. Lediglich die überdimensionale Hitze machte zu schaffen und sorgte teilweise dafür, das schon am Samstag eine ganze Menge an Leuten den Weg nach Hause aufgenommen hat. Der Rest hat sich im Baggersee neben dem Festivalgelände abgekühlt, die Bands genossen oder den Skateboard-, BMX- und Motorcrossfahrern zugeschaut, welche auf dem aufgebauten Park ihr Bestes gaben.

Da wir leider auch sehr früh wegen Hitzeschlag die Heimreise antreten mussten konnten wir keine ausführlichere Berichterstattung abgeben. Dennoch bedanken wir uns bei den Veranstaltern, Bands und vor allem dem Publikum für eine schöne Zeit.

Es berichteten für sie Dennis „Bieberpelz“ Knoll, Bernd „Clawwulf“ Meyer und Sascha „Cha0s“ Reck.

Dennis "Bieberpelz" Knoll
Dennis "Bieberpelz" Knoll


Kontakt, Berichterstattung, Organisation






Bernd "Clawwulf" Meyer
Bernd "Clawwulf" Meyer

Berichterstattung, Foto (leider ohne Ausrüstung)







Sascha „Cha0s“ Reck: Berichterstatt und Testdummy für die Moshpits


Weitere Bilder vom With Full Force 2009

Borat - Doch die Hose durfte er nicht weg lassen
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Mit Blume und Trichter wurde gefeiert ...
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... und gesoffen (*hust* ist nicht unser *hust*)
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Als Antwort auf die Frage, warum ein Hasselhoff dort klebt kam nur "weil Michale Jackson gerade aus war"
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Bie diesen beiden Herren war kein Durchgang ohne Passierschein
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und es wird weiter gesoffen...
und es wird weiter gesoffen... und nein, ich halte den Trichter gerade nicht *pfeif*

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

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