Centhron
Centhron

Centhron – Biest

Lust auf Tanzen?
Dann ist Biest von Centhron genau das Richtige. Biest wurde bereits am 28.11.2014 veröffentlicht und ist inzwischen das 7. Album der „Viking Harsh Electro“ Band um Mastermind Elmar Schmidt.

Und auch bei dieser CD ist sie sich bei der Themenwahl treu geblieben. Die Texte drehen sich wie bei den Vorhergehenden um Sex, Krieg/Ehre, Gewalt, Religion/Kirche und die „Nordische Mythologie“. Überhaupt zieht sich die „Nordische Mythologie“ mit dem kampfbetonten Ende der Welten wie ein roter Faden durch dieses Album.

Die Stimme von Elmar Schmidt ist, wie man es kennt, extrem verzerrt. Die Beats noch härter als bisher gewohnt.
Die Texte sind bis auf einige englische Passagen in Deutsch gehalten. Man kann Centhron nicht vorwerfen, dass sie in ihrer Wortwahl zurückhaltend sind. Themen werden direkt angesprochen, wie bei Vatican Fuck: Kinderschändung durch Kirchenangehörige, Wegsehen durch die Justiz, Selbstjustiz…

Centhron- Biest

Heorod fällt etwas aus dem Rahmen, der Anfang und der Refrain wird DEUTLICH gesungen! Und dieser Song entwickelt sich zum Ohrwurm (den man dann wirklich nicht mehr los wird), man ertappt sich dabei, wie man ihn laut mitsingt.

Vorab wurde das Video zu Pornoqueen veröffentlicht. Harte Beats verbunden mit einer klaren „Ansage“ und eindeutigen Lyrics.

Wie immer ist der 10. Titel, hier Biest, der Namensgeber des Albums. Es beginnt mit choralem Gesang im Hintergrund, dann setzen die Vocals von Elmar Schmidt ein. Auch hier ein melodischer Refrain zum mitsingen: Blut für sie / Schmerz für sie / meine Ehre, meine Kraft / meine Königin der Nacht / Biest, sie ist ein Biest.

Reich beginnt mit weiblichem Sprechgesang, der dann von der verzerrten Stimme Elmar Schmidts abgelöst wird. Zur Erholung und auch zum Mitsingen, der Refrain: „Mein Reich aus einem Volke / ein Reich, das alles ist / ein Reich das Heimat birgt / das mich im Herzen küsst“.

Wer die Texte in politischer Hinsicht unbedingt kritisch auslegen will, wird sicher etwas in den Lyrics finden, aber das ist man ja von Centhron gewohnt. Die in den Texten vorkommende „Nordische Mythologie“ ist auch Bestandteil des Rechtsextremismus.
Aber wenn man sich den Wortlaut genau anschaut (auch bei den anderen Alben), findet man nichts, was in irgendeiner Weise auf einen rechten Hintergrund schliessen lässt.
Aber warum muss man das eigentlich bei Centhron immer wieder betonen.

Fazit: Ich finde Biest noch einen Tick besser als sein Vorgänger „Asgard“, aber das ist wirklich Geschmacksache. Meine Favoriten: Heorod, Biest, Reich.
Bei diesem Album kann man wirklich nicht ruhig sitzen bleiben, hier muss man tanzen, sich bewegen, mitsingen…

Elmar, Markus und Anette sollte man sich unbedingt live anschauen, auf der Bühne geben sie wirklich alles.

Centhron bei DDT47
Centhron bei DDT47

Und warum bekomme ich, wenn ich Centhron höre, immer gute Laune, das kann eigentlich nicht an den Texten liegen. Bloss Autofahren darf ich nicht, wenn ich sie höre…

Biest:

1. Feuer Und Fleisch
2. War Of Gods
3. Valkyria
4. Filmbulwinter
5. Heorod
6. Pornoqueen
7. Vatican Fuck
8. Nordmann
9. Fenris
10. Biest
11. Hate Of The Aztec
12. Beserk
13. Reich

 

 

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