Myrkgrav & Voluspaa (Split)
Myrkgrav & Voluspaa (Split)

Myrkgrav & Voluspaa – Split (Review und Kritik)

Myrkgrav & Voluspaa (Split)
Myrkgrav & Voluspaa (Split)

Sieben Zoll Split Schallplatten zu rezensieren ist immer ein zweischneidiges Ding. Es ist schnell gemacht und man verliert bei der kurzen Spielzeit definitiv nicht die Motivation sich eine Scheibe komplett anzuhören – nur die Bewertung gestaltet sich mitunter ziemlich schwierig. Beim Zusammenschluss der beiden norwegischen Viking Metal Eigenbrödler Myrkgraf und Voluspaa verhält es sich nicht anders. Ihre gemeinsame Veröffentlichung dürfte Freunden von Bands wie Falkenbach zwar durchaus zusagen, verfügt aber leider nur über jeweils einen Titel und eine Spielzeit von nicht einmal zehn Minuten.

Und eben so schnell ist die kleine Platte eigentlich beschrieben. Die jüngere Band Namens Myrkgrav macht mit „Sjuguttmyra“ den Anfang. Ein Lied, dass spürbar Wert auf Hymnenhafte Melodik gibt und dem harten Gitarrenklang erst nach einem gebührend epischen Schunkel- Intro Einzug gewährt. Danach weicht diese Melodie zwar deutlich in den Hintergrund,

Myrkgrav & Voluspaa
Myrkgrav & Voluspaa

schwingt aber das ganze Stück hindurch weiter mit. Gesanglich kann hier der Falkenbach Vergleich wohl am ehesten gezogen werden – balladesker Klargesang dominiert das stark Folk-orientierte Lied, wird aber auch von schnellen Momenten und wütend-keifenden ausbrüchen begleitet. Ich muss zugeben kein Freund von Bands dieser Stilrichtung zu sein, so dass der Titel „Ferden Går Videre“ des befreundeten Voluspaa mir deutlich mehr zusagt. Der Mann legt offensichtlich wesentlich mehr Wert darauf seine Black Metal Wurzeln zu betonen. Gedudel gibt es hier nicht, genau so wenig schlechte Versuche Klargesang zu integrieren, nein für eine Viking Band hält sich der Mann unbeeinflusst von dem was für viele heute wohl den Pagan Metal ausmacht. Auch ohne Flöten und ähnliche Instrumente schafft es das Stück mit melodischen Riffs sehr hervorzustechen. Lediglich zum Ende hin weicht das typische Gekrächze einem Chor-ähnlichem Gesang der das harte Stück unerwartet ruhig ausklingen lässt.

Fazit: Auf eine gewöhnliche Bewertung nach Punkten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Dafür ist die Spielzeit der Scheibe einfach zu kurz. Die Split der beiden Norweger ist eigentlich nur etwas für Fans und/ oder Sammler, die sich eins der 500 Exemplare in den Schrank stellen wollen. Beide Bands liefern gute Arbeit ab und können durchaus kurzweilig Spaß machen. Bei den üblichen Preisen für 7″ Scheiben können Fans von Falkenbach, Vintersorg oder späten Bathory aber durchaus einen Blindkauf tätigen.

Titelliste von Myrkgrav & Voluspaa (Split)

  1. Sjuguttmyra (Myrkgrav)
  2. Ferden Går Videre (Voluspaa)

Erscheinungstermin:
29.04.2011

www.myrkgrav.com
www.voluspaa.com

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