Porn - A Decade In Glitter And Danger

Porn – A Decade In Glitter And Danger (Review und Kritik)

Porn - A Decade In Glitter And Danger

A Decade in Glitter and Danger, diese Best-Of ist ein Rückblick auf genau das: eine Dekade voller Freude und Leid. Mit Einflüssen von Placebo bis Nine Inch Nails kombinieren Porn aus Frankreich Rock mit Electro. Nach einer Dekade Bandgeschichte, drei Alben und einer EP wurde es für die vier Franzonen nun Zeit ihr bisheriges Schaffen nun Revue passieren lassen. Man darf gespannt sein.

Porn, der Name scheint schon beim Intro „All That Glitters“ Programm zu sein, denn es besteht aus Frauengestöhn, welches nach und nach immer dumpfer wird und schließlich verebbt. Das erste Stück, „Superfurry“, lässt einen auf Grund der Aggressivität, der Arrangements und nicht zuletzt wegen des Gesangs von Philippe D. an Nine Inch Nails denken. Schöner Gitarrenindustrial zum abreagieren. Weiter geht es mit einem Coversong von Blondie. „Call Me“ ist dank „mansonesker“ Gitarren deutlich härter als das Original. Endlich mal wieder ein Cover das nicht verboten gehört. Etwas ruhiger, jedoch nicht unbedingt weniger Aggressiv, geht es mit „Recycle“ weiter. Danach wird es mit einem Klassiker der Band, „The Fee“, noch ruhiger. Der herzschlagartige Rhythmus und die Schrammelgitarren erinnern wieder ein wenig an NIN.

Mit „Baby Smack“  zieht dann das Tempo wieder an. Sehr schön sind hierbei die satten Gitarrebriffs die im Kontrast zum Gesang Philippes stehen. Genauso rockig ist dann auch „Borderline“, was einen aufs erste Hören doch ein wenig an Korn denken lässt. Die Verzweiflung in der Stimme passt gut zum Songtitel. Im Anschluss folgt ein weiterer Klassiker der Band. „Soft Machine / Porn Machine“ besticht durch gut abgemischten, rockigen Sound. In diesem Stil ist dann auch „Don’t be a Lady“ gehalten. Die Gute Laune, die beim Hören des Albums bisher aufkam wird dann durch das ruhige “ Stiff Little Things“ etwas gebremst. Die düster-traurigen Geigen im Hintergrund laden zum träumen ein. Doch dies ist nur ein kurzes Intermezzo, denn mit „The Alternate Relity“ liefern Porn ein weiteres düste-aggressives Schrammelbrett.

Abgerundet wird das die Scheibe mit den Remixen der beiden Klassiker „Soft Machine / Porn Machine“ und „The Fee“. Beide klingen deutlich düsterer und industriallastiger als die Originale. Das Album endet mit einem Outro, dessen Titel „…is no Gold“ den Albumtitel komplettiert. Es setzt da an, wo das Intro abbrach und besteht eigentlich nur aus Krach und dissonanten Tönen.

Fazit: Porn haben mit ihrem Best-Of wirklich gute Arbeit geliefert. Wer Marilyn Manson, NIN und andere bekannte Gitarren-Industrial Größen mag, liegt mit A Decade in Glitter and Danger goldrichtig. Der Sound ist durchweg sehr gut abgemischt und auch das Vorurteil, dass Franzosen der Englischen (Aus)Sprache nicht mächtig seien wird mit dieser CD entkräftet.




Tracklist:

  1. All That Glitters…
  2. Superfurry
  3. Call Me
  4. Recycle
  5. The Fee
  6. Baby Smack
  7. Borderline
  8. Soft Machine /Porn Machine
  9. Don’t Be A Lady
  10. Stiff Little Things
  11. The Alternate Reality
  12. Soft Machine / Porn Machine (Ls201 Mix)
  13. The Fee (Dexy Corp Mix)
  14. …Is No Gold
( 8,5 / 10 )

Veröffentlicht: 26.03.2010

Anspieltipps: Call Me, The Fee, Stiff Little Things

Website: http://porntheband.com

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