Soko Friedhof nimmt Stellung

Verbot vom Soko Friedhof Konzert: Bürgermeister nimmt Stellung!

Herr Hüsemann nimmt Stellung
Herr Hüsemann nimmt Stellung

Vor kurzem berichteten wir davon das ein Konzert der Band Soko Friedhof im Nordhorner Jugendzentrum verboten worden ist.

Am 18.12.2008 erreichte Uns dann eine Stellungnahme vom Bürgermeister „Meinhard Hüsemann“, welche wir hier Veröffentlichen dürfen.




Auszug aus der E-Mail von Herr Hüsemann:

Sehr geehrter Herr Knoll,
gern nehme ich die Möglichkeit wahr und nehme zu Ihrem Brief Stellung.
Es wurde kein Konzert der Gruppe „Soko Friedhof“ verboten. Wir treten nur von einem Vertrag zurück, weil wir mit der Qualität der Texte nicht zufrieden sind. Einige Texte der Gruppe sind allerdings wenig für eine Jugendhilfeeinrichtung geeignet. Dabei geht es weniger um Vorurteile als die Frage, ob wir unsere Jugendlichen in Konzerten mit Textzeilen wie „1000 Seelen habe ich schon gefickt“ oder Aussagen über Frauen wie „geile Sau“ konfrontieren.
Wir erwarten von auftretenden Bands auch bei den Texten eine Qualität, die keiner weiteren Diskussion im Sinne des Jugendschutzes bedarf. Die genannten Textbeispiele sind, und damit meine ich nicht nur die Auszüge sondern auch den gesamten Text des jeweiligen Stückes, nicht für Jugendliche geeignet. Dies besonders deshalb, weil mit Sicherheit bei einem Konzert nicht nach jedem Stück eine Diskussion mit den Musikern erfolgen kann, in denen der Sinn, die Ironie oder ein anderer Zusammenhang erläutert wird oder erläutert werden muss.

Ich versichere Ihnen, dass die von der Stadt Nordhorn geförderte Jugendkultur auch weiterhin in großer Breite sowohl im Jugendzentrum Nordhorn als auch in der gesamten Stadt alternative Strömungen präsentieren und tolerieren wird. Damit sind auch Gothic-Partys u.a. eingeschlossen, die bisher stattgefunden haben und stattfinden werden, wenn sie aus unserer Sicht die Vielfalt der Jugendkultur fördern, aber auch aus Sicht des Jugendschutzes inhaltlich verantwortbar sind.


Mit freundlichen Grüßen

gez. Meinhard Hüsemann

Bürgermeister der Stadt Nordhorn



Schwarze-News.de bedankt sich für die Stellungnahme und der Erlaubnis es Veröffentlichen zu dürfen.

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

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  • Marco

    Jo, die Jugend muss definitiv vor „geile Sau“ geschützt werden. Der Herr scheint wirklich Ahnung von der heutigen Jugend zu haben, ob er schonmal ein Lied von Herrn Sido und Co. gehört hat?

  • Fenriz

    Die sind doch schwarz… „Ihr widerlichen, erbärmlichen Leichenficker!“

    (Wer findet das Zitat?)

  • Iskharian

    Ja, und? Tausend Seelen gefickt…pah…das Fernsehen fickt den Tag über Millionen Seelen…
    Und wenn ich künstlerische Freiheit anhand dieser „harmlosen“ Textpassagen beschneiden möchte, dann frage ich mich, ob es dann nicht sinnvoll wäre wieder zu Bücherverbrennungen überzugehen…immerhin bietet „Feuchtgebiete“ ja tausend mal mehr Zündstoff (und da ist „geile Sau“ noch harmlos),um zur Verrohung unserer Jugend beizutragen (Achtung Ironie…).

  • Daniel Kroht

    So ganz verstehe ich die Aufregung nicht, die wollen das Konzert nicht mehr machen, das ist alles. Von einem Verbot kann nicht die Rede sein.
    Der Bürgermeister hat ja nicht verboten, dass in der Stadt ein Konzert stattfindet. Er will nur nicht für etwas bezahlen, was er nicht haben will und geht einen Vertrag nicht ein. Das ist doch ein völlig normaler Vorgang. Was da alles reininterpretiert wird ist eher peinlich für die ganze Szene.

  • Emo

    hey „Daniel“ von wem bist du den angestellt???
    Es liegt nicht im ermessen eines Bürgermeisters, die Qualität von Rock Texten zu beurteilen, sie aus dem Kontext zu reißen..Das ist echt 50er Jahre!!
    ich denke, dieser Bürgermeister, hat einfach nicht damit gerechnet, dass Leute sich heutzutage noch zur wehr setzen. Diese plötzliche öffentlichkeit, hat ihn komplett überolt und jetzt versucht er das ganze natürlich aufzuhalten, in dem er versichert, dass er ABSOLUT nichts gegen Gothiks hat. Nööööö garnicht. Nur die bösen Rock`n Roll Texte waren es.
    Vielleicht habe ich mich getäuscht , vielleicht ist das doch nicht 50er, sondern eher 30er Jahre. Gleich mal Gott spielen und im vorfeld alles verbieten (war kein Verbot, war kein Verbot).Das ist wirklich „Jugendarbeit“.

  • Nachinae

    meiner meinung nach hören leute die zu dumm sind die ironie hinter solchen texten zu erkennen solche musik nicht… aber daran denkt keiner…

  • Hallo,

    Als erstes, ich finde Soko Friedhof gut 😉

    Ich muss ja sagen das ich eher mit Daniel K. seiner Aussage konform gehe. Wenn der Bürgermeister der Mensch war der die Band gebucht hat (oder die Stadt) dann ist es auch deren Recht die Band wieder ab zu buchen weil sie von den Texten nicht begeistert sind!
    Ich meine was solls?
    Solche Differenzen gibts doch nicht nur dort sondern überall mal, und da regt sich auch keiner auf (auch bei uns im Laden werden mal Bands gebucht die dann wieder abbestellt werden da sich uns im nachhinein irgendwas beschissenes offenbart hat).

    Wenn der Herr Bürgermeister mit den Texten nicht konform gehen kann dann kann er es alt nicht.
    Aber wenn ich mir hier einige Leuts durchlese welche sich durch ihre Aussagen selbst zum „Opfer“ degradieren dann tut das echt weh.
    Und ich verbitte mir jetzt solche Aussagen wie:

    „von wem bist du den angestellt???“ (Zitat s.o.)
    Solche Fragen bzw Vermutungen sind infantil.

    Ich wünsch euch was!

  • @Paul:
    Schöner Beitrag. Nur zu einer Sache möchte ich eben Stellung nehmen.
    Der Bürgermeister hat dieses Konzert nicht gebucht oder damit zutun gehabt. Das war das Jugendzentrum (die Bands teils nach Anraten von Uns schon buchten, siehe Eisbrecher, Shock…).
    Der Bürgermeister hat den Jugendzentrum Leiter, so wie ich das mitbekommen habe, gefordert von dem Vertrag zu treten.

  • @Bieberpelz

    Ich stehe natürlich noch hinter meiner Ausage, jedoch muss ich sagen das es sehr peinlich von dem Jugendzentrum ist wenn es sich vom Bürgermeister reinquatschen lässt…

    Wenn das Conne Island auf jeglichen Rat oder jeder Bitte etwas umzubuchen reagieren würde gäbe es das Kulturzentrum gar nicht mehr 😉

    mfg
    P.

  • Deine Meinung wollte ich damit gar nicht negieren oder etwas derart. Ist natürlich eine brauchbare(brauchbarer als vieles andere hier) und ordentlich Begründete Meinung 🙂

    Das, was ich aber nicht so sehe, ist das mit dem „reinreden“.
    Das Jugendzentrum ist letzt endlich auf die Stadt und dessen Zusammenarbeit angewiesen. Ohne geht da nichts und wenn man sich es nicht versauen will muss man wohl so agieren.
    Ansonsten ist das Zentrum eigentlich super. Wir können dort Unsere Gothic Partys feiern, haben Konzerte etc…

  • Diskutant

    Das Jugendzentrum gehört der Stadt, der Bürgermeister ist sozusagen der Chef des Jugendzentrums, von daher ist es vom Juz nicht peinlich sich von ihm reinreden zu lassen, sie haben einfach keine andere Wahl!

  • Rabenherz&Wolfsblut

    mhhh ich muss mir da eben ein lächeln abringen…
    mich interessiert da brennend mal die Antwort zu kommender Frage…..
    .. wenn der Herr Bürgermeister da schreibt das da schon Gothicveranstaltungen gelaufen sind und erlaubt sind, mmmhhh ist der Herr Bürgermeister dann da auch anwesend und nimmt die Songs auseinander? und was sind bei diesem Bürgermeister eigentlich Gothicveranstaltungen?
    wenn dieser Ort ja so was von fein und sauber regiert wird… das ist ja schon Filmreif— wie würde ich den Film nennen… kABINETT DER WEISSEN SAUBEREN wESTEN…kommt mir fast vor als ob dieser Bürgermeister die Insel der Ahnungslosen regiert! Sorry es ist einfach nur lachhaft und unglaubwürdig was er da von sich gibt!!!!

  • luna

    Zu dem Thema kann ich nur den Kopf schütteln.

    Denn 1. warum wird eine Band gebucht um ihr nachher wieder abzusagen, das finde ich einfach nur unfair der Band und ihren Fans gegenüber? Warum sich nicht schon vorher informieren, was ‚geboten’ wird, bevor man zusagt??? Bei uns läuft das jedenfalls so ab… Und sorry Absage oder Verbot ist in diesem Kontext doch derselbe. Denn die Band darf nun so oder so nicht auftreten und die Fans haben sich umsonst gefreut. Und was lernt man als Fan daraus: ‚besser ist, man soll sich nie zu früh auf etwas freuen’.

    2. Muss denn alles fördernd sein? Darf man als Jugendliche/er denn nicht einfach nur Spass an einem Konzertabend haben? Und nein, auch Grufties muss man die Texte nicht während einem Konzert noch ‚erklären’, denn als Fan beschäftigt man sich doch schon etwas vorher damit. Ich glaube auch nicht, dass Frau Spears, ihr doch etwas ausschweifendes Privatleben, auf der Bühne erklärt, so à la ‚liebe Kinder, das bloss nicht nachahmen…’. Ups, sorry, ihre Texte sind natürlich jugendfrei *hust*.

    3. Ich bin zwar erst 16 und auch wenn deutsch nicht meine Muttersprache ist, kann ich doch die Texte verstehen und ich weiss was Ironie/Metapher sind. Mit dem blutrünstigen Mädchen kann ich von Anfang an gut leben und finde selbst als weibliches Wesen, dass ‚du geile Sau’ nichts frauenfeindliches hat, sondern sich lediglich auf eine Dirne bezieht (ja, was so was ist, weiss ich, so was habe ich im Fernsehen schon mal gesehen).

    Ja, liebe Erwachsene fördert uns, erlaubt bloss nichts was Spass macht. Schon Kleinkinder sind heutzutage kleine Erwachsene, da man sie spielerisch ans Erwachsenenleben gewöhnt. Bloss nichts gut finden was ausserhalb eurer Norm liegt.

    Mir macht jedenfalls niemand die Band oder die Vorfreude auf weitere Konzerte madig. Ich werde Soko weiterhin hören und auch weiterhin ihre Konzerte besuchen (und ich darf dies sogar, weil meine Eltern zum Glück nicht zu der Spezie ‚spiessige Erwachsene’ gehören)…

    Tja in Nordhorn scheint solche Art von Musik auch nur gut zu sein wenn sie brennt… aber zum Glück ist nicht überall Nordhorn.

    In diesem Sinne…. Soko on!!!

    luna

  • RabenWolf

    also
    zuerst einmal
    es is shcon komisch
    das eine gothic bzw alternative
    band verboten wurde zu spieln
    bzw unter dem vorwand
    ihre musik sei jugend schädlich
    wen gruppen aus dem hiphop berreich
    weit aus schlimmere ausdrücke
    benutzn wie zb „wir schenden eure frauen und ficken eure kinder“
    un da soll „geile sau“
    schlimer sein?
    tut mir leid aber ich versteh des nicht
    (wie hiphop
    das eig zu 70%
    aus jugendschädlichen
    texten besteht)
    nicht einmal ansatz weise so schlim sein solte
    wie etz ein paar wenigere wörte
    bzw texte/lieder
    von soko friedhof
    und nua ganz nebn bei erwähnt
    was is mit gleich berrechtigugn
    wen soko friedhof unter so einen vorwandt
    verbotn wird zu spieln
    warum dan nich auch sido,busido un wie diese ganhn hopper bands auch heißn mögen
    mhm?
    nehmn sie mal stellung dazu
    warum?

  • namenlos…

    ich würde mal behaupten, das ist eine finanzielle Geschichte, und solche „Musiker“ -.- wie Sido oder ähnliches haben einfach zu reiche Plattenfirmen hinter sich stehn, und die konzis werden sicherlich von der Plattenfirma so organisiert, dass da nicht einfach mal was verboten werden kann.
    Da siehts bei Bands wie Soko Friedhof eben leider anders aus.

  • pan

    ich weiss ja nicht bis wohin die entscheidungsmacht des jugendzentrums geht – aber hey, es ist nordhorn (was will man da erwarten). mein bauch sagt mir, das es wichtigere aufgaben eines bürgermeisters gibt (ist die frage was er in so nem erzkonservativen kaff überhaupt zu tun hat…g°, mal abgesehen vom besuch der wöchentlichen sonntagsmesse). spass beiseite.
    im sinne der demokratie finde ich es sehr anmaßend das „ein!“ ergrauter herr es (aufgrund von scheinbar schlimmer und jugendgefährdender lyric) fertig bringt, eine in scenekreisen renomierte gruppe wieder „auszuladen“. für wen hält er sich??? peinlich peinlich! man sollte ihm mal einige englische texte bekannter chartgrößen übersetzen.
    tja…nordhorn eben….lach kaputt

  • sd

    auch wenn es ein bisschen alt ist, so machen sich vlt. manche noch die mühe auch kommentare bis zum schluss zu lesen:

    erstmal was generelles: der ergraute herr ist repräsentant der bevölkerung – demkoratisch gewählt, volksvertret, er spiegelt sozusagen den willen des volkes in seiner person wieder….. zumidnest ist es so gedacht – ob man das so möchte oder nicht sei dahingestellt (es gibt sichere bessere prinzipien um demokratisch zu leben)

    genaueres/(selbst-)kritisches: für angehörige einer (sub)kultur/szene die sich sonst so tolerant gibt, scheint es mittlrweile usus zu sein über hiphop bei der erstbesten gelegeneheit herzuziehen (ich mag ihn nicht und gut, gehe damit aber nicht so penetrant hausieren). ich kenne nordhausen oder wie das dorf/städtchen heisst nicht, aber ich möchte anzweifeln das der bürgermeister sich mit sido oder so in dem örtlichen jugendzentrum rumschlagen muss… man mag mich eines besseren belehren

    wer lesen kann ist klar im vorteil: hier wurde in 1-2 kommentaren angedeutet das da beriets veranstaltugnen stattgefunden haben, also scheint er/die stadt ja kein problem mit jugendbewegungen zu haben… bei denen die das haben klint sowas ganz anders, im sinne von „wollen wir nicht“ – aber ds ist eher spekulativ und zumindest, aber nur wenig, durch eigene erfahrungen aus gesprächen begründet.

    das publikum: … auf konzerten setzt sich aussserdme nciht nur aus fans zusammen, die sich im vorfeld damit auseinadner gesetzt haben, sondern eben auch aus leuten die da hin gehen und nicht mall verstehen wollen. so scheint es mir zumindest, sicherlich von band zu band und da von gig zu gig unterschiedlich. es belibt aber bestehen das es auch solche leute auf konzis gibt….
    ein städtisches jugendzentrum muss ebena uch diese beachten (wem die metatheoretische/jurist. einbettung fehlt – demokratie/menschenwürde/minderheitenschutz – jugendschutz im engeren sinne, da jugendliche zT laut gesetz (rechtsstaatlichkeitsprinzip) vor entsscheidungen und einflüssen bewahrt werden MÜSSEn die ungüsntigen eifluss haben (können))

    auch wenn bei „explicit lyrics“ eine ü18 kontrolle das tun würde, wäre fraglich ob es dann ein JUGENDZENTRUM ist…

    so nun genug gegen die „kritik“/pöbelnde-seite (nicht zu sehr an einem bösen wort hoch ziehen, ja 😉 ): die begründung das ein konzert nicht diskussionsort ist, finde ich fadenscheinig, als veranstalter oder träger/finanzeé hinterm veranstlter hat man möglichkeiten dies der band zur not aufzuerlegen – manche machend as dann ja sogar gern, igenens schaffen reflektiern: und gerade in diskussionen wird jugendschutz geüvbt, da dort perspektiven aufeinanderttreffen und man sich damit auseinander settzen muss – also: eine positive entwicklung angestrebt wird und nicht alternative tendenzen nur gebilligt werden, sondern eben auch gewürdigt werden und sich mit diesen wirklich „auseinadergesetzt“ wird – um eben auch diese repräsentierne zu können -sollte letztlich alsouch im itnersse des politikers liegen, nur dumm eben das das JUGENDZENTRUM per definition wahrscheinlich von nicht-wählern besucht wird….

    mfg ihr da draussen
    sd

    ps: tipp/reechtschreibfehler könnt ihr gern korrigieren und euch freuen das ihr es besser könnt