Interview mit Sam Riffer, Bassist und Backing Vox bei Siena Root

Bevor Siena Root am 09.03.5015 die Arena in Wien aufheizten, hat Dark News noch ein bisschen mit dem Bassisten der schwedischen Retro Rockband geplaudert:

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DN: Hi Sam, willkommen in Wien! Wie ist das Tourleben bis jetzt? (SR befinden sich gerade auf Europa-Tour – Anm. der Red.)

Sam: Das Tourleben ist gut. Wir haben jetzt schon sieben Gigs hinter uns und verstehen uns nach wie vor prächtig.

DN: Was macht ihr unterwegs um zu entspannen?

Sam: Wir schauen Filme oder hören Musik.

DN: Was läuft auf deinem Player?

Sam: Alles Mögliche, von den Woodstock-Klassikern über Jazz bis zum Folk. Ich bin immer offen für Neues.

DN: Euch gibt es seit Ende der 1990er. Wie habt ihr euch zusammengefunden?

Sam: Es war bei einer Geburtstagsparty. Da haben Love Forsberg (Percussionist bei SR) und ich, schon halb betrunken, beschlossen „Wir gründen eine Band!“ Wir haben uns auch sofort zum Jammen getroffen, und es stand fest: DAS möchten wir fünf Tage die Woche machen!‘ Die anderen kamen nach und nach dazu.

DN: Warum gerade dieser Psychedelic Retro-Rock?

Sam: Das hat sich beim Jammen so entwickelt. Wir sind alle von den Bands der späten 60er und 70er beeinflusst. Wenn jemand einen Riff mit in die Probe bringt, wir damit herumgespielt, und jeder trägt sein Stück dazu bei, auch was die Lyrics betrifft. Es passiert selten, dass irgendeiner von uns sagt „Hey, ich habe einen kompletten Song geschrieben“.

DN: Könnt ihr von der Musik, von Siena Root leben?

Sam: Momentan nicht. Ich z.B. arbeite zwischen Tour und Studio als Tontechniker und wir spielen als Session-Musiker bei anderen Bands mit. Aber es wird allmählich…Wir spielen so viele Live-Gigs wie möglich um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Bis jetzt haben wir es schon zu über 400 Shows gebracht.

DN: Wie sagst du zum Status der Rock-/Metalmusik in Europa?

Sam: Schwer zu sagen. Es ist ein doppelschneidiges Schwert. Auf der einen Seite schaffen es immer noch nur die Dinosaurier wie Metallica oder Iron Maiden die Konzerthallen zu füllen, auf der anderen Seite gibt es aber noch den Underground mit vielen neuen Bands, die hart arbeiten und wachsen. Wir merken das ja. Auch wenn wir kleinere Locations spielen, wir haben immer ein volles Haus.

DN: Wie sehen eure Pläne aus? Wollt ihr nicht mal den U.S. Markt angreifen und vielleicht drüben touren?

Sam: Unser neues Album ‚Pioneers‘ wird über ein U.S. Label vertrieben und es sieht auch so aus, als gäbe es bald eine Tour drüben. Wir hatten auch schon einige Airplays bei diversen Radiosendern….

DN: Was wirst du als erstes machen, wenn du Ende des Monats wieder nach Hause kommst?

Sam: Versuchen, abzuschalten. Nach wochenlangem Unterwegssein, jeden Abend abladen, Soundcheck, spielen, aufladen und danach ein bisschen chillen, wird das schwer sein. Ich wache anfangs immer auf und frage ‚Was? Kein Gig heute?‘ Es dauert ein paar Tage bis ich runtergekommen bin.

DN: Sam, danke fürs Interview und viel Erfolg mit der restlichen Tour!

 

About Betti Stewart

Sängerin... sometimes Komponistin...Lyric-Geschichten-und-Gedichte-Schreiberin... die beste Gitarristin, die nie Gitarre gespielt hat... Musik und Wörter sind meine Leidenschaft!

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